PEB-Projekte

Nach unserem Ideenaufruf im September 2017 gingen insgesamt sechs PEB-Projektvorschläge ein, von denen drei vom Steuerungsausschuss des Bündnisses als förderungswürdig bewertet wurden. Diese stellen gegenwärtig mit einem Fördervolumen von insgesamt knapp 900.000 € ihren Antrag bei der Regiestelle PEB. Nähere Informationen finden Sie in Kürze hier.

Förderungswürdige Projekte der aktuellen Förderrunde

  • Wohnen-Arbeit-Am Leben teilhaben
    (Diakonisches Werk Berlin-Stadtmitte e.V.)
  • LUPE - Lesen, Lernen und Projekte entdecken
    (GFBM - Gemeinnützige Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen mbH)
  • Qualifizierter Arbeitmarkteinstieg durch Berufliches Mentoring
    (SINGA Deutschland)

Laufende Projekte der vorherigen Förderrunde

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Trafo Transit - Sharing Community (TT)

Träger: LOK.a.Motion Gesellschaft zur Förderung lokaler Entwicklungspotentiale mbH, Boppstraße 7, 10967 Berlin michael.mashofer@lok-berlin.de Laufzeit: 01.02.2017 - 31.01.2020 Fördervolumen: 499.778,23 € EUR Trafo Transit greift die Dynamik der Veränderungen im Stadtteil (transitions) und die Existenz einer wachsenden Zahl von Menschen in Übergangssituationen (transit) auf. Einerseits die vorbereitenden Schritte zur Schaffung eines Ortes (Internationales Flüchtlingszentrum in der Gerhard-Hauptmann-Schule), wo Geflohene Qualifizierung, Beratung, Kommunikation und Sicherheit finden, andererseits parallel dazu die konkrete praktische Umsetzung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten zeichnen das Projekt aus. Das geplante Zentrum für Geflüchtete soll langfristig gefüllt werden mit den unterschiedlichsten Angeboten für Flüchtlinge und zu einem gemeinwesenorientierten zentralen, Identität stiftenden Ankerpunkt im Bezirk entwickelt werden. Gleichzeitig sensibilisiert, berät und koordiniert TT die lokalen Potentiale, erschließt neue Ressourcen des Stadtteils und erprobt neue Formen des "Teilens von Beschäftigung". Qualifizierung im kulturellen Bereich und in einem umfassenden Entrepreneurshiptraining mit Kompetenzfeststellung, Elementen sprachlicher und lokaler Kompetenzerweiterung und Einbindung lokaler Akteure für Mentoring sind erste konkrete Angebote. Über kulturelle Teilhabe und Beschäftigung (empowerment) fördert TT soziale Kohäsion und wirkt gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegen. Die Projektziele werden auf vier unterschiedlichen Aktivitätsebenen erreicht: E.1:Individuelle Qualifizierung, Begleitung und Beschäftigung (personal empowerment) E 2: Ressourcen und Potentiale des Stadtteils erschließen (community empowerment) E 3: Beitrag zu einem innovativen Zentrum 'Campus Ohlauer' E 4: Förderung sozialer Kohäsion TT richtet sich an Menschen in „Transitsituationen“ (Arbeitslose, Berufsrückkehrer, Flüchtlinge etc.), die unentschieden o. unsicher sind bzgl. der beruflichen (Weiter)Entwicklung. Im Quartier lebende u. arbeitende Menschen, Unternehmen u. auch Zuwanderer bringen vielfältige Ressourcen, Wissen, Engagement u. Potenziale ein, nachbarschaftliche Ansätze der Unterstützung entstehen. Diese Ressourcen sollen sinnvoll genutzt, gebündelt u. geteilt werden, um ein funktionierendes Gemeinwesen zu schaffen.

 Projekt-Flyer

Trafo Transit auf den  HofFestSpielen - Community Kunst Festival vom 19. – 23. Juni 2018

 Einladung 1. Netzwerktreffen

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Kiezarbeit

Träger: BUF im Berufsförderungswerk Bekleidung Berlin e. V. Laufzeit: 01.03.2017 - 30.06.2019 Fördervolumen: 498.138,83 € EUR
Die Projektarbeit besteht darin, ein Modell für die Wiederheranführung von Menschen an die Arbeit zu entwickeln, die nicht aus eigener Kraft aus ihrer Isolationssituation ausbrechen können. Der Kern besteht darin, dass in Wohnortnähe geeignete Arbeitsaufträge aus dem privatwirtschaftlichen, öffentlichen und gemeinnützigen Bereich akquiriert werden. In persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmer*innen werden die Fähigkeiten, das Interesse und zu beachtende Besonderheiten zur Findung geeigneter Aufgaben und Einsatzorte erfasst. Die Idee ist, eine nicht nur fachlich und körperliche geeignete Tätigkeit, sondern auch einen persönlichen „Arbeitspaten“ bei einer/m Auftraggeber*in zu finden, welcher auf der unmittelbaren Arbeitsebene Ansprechpartner*in und Vertrauensperson wird.
Das Prinzip der Wohnortnähe spielt dabei eine besondere Rolle.
Im Vorfeld wird mit den Arbeitgeber*innen im persönlichen Gespräch über das Anliegen des Projektes die möglichen Tätigkeiten und die Betreuung durch das Projektteam gesprochen. Ein „Arbeitspate“ wird gefunden. Um geeignete Arbeiten zu finden, wird u.a. das bereits erprobte Modell der Auslagerung einfacher Arbeiten zur Entlastung von Fachpersonal angewandt. Zielgruppe sind alle Menschen im Stadtbezirk Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, die den aktuellen Leistungsanforderungen im 1. Arbeitsmarkt im starken Maße nicht entsprechen, aber die Bereitschaft und das Bedürfnis nach Teilhabe an der Gesellschaft auch durch eine sinnerfüllte Tätigkeit haben.
Dabei sind ihre Beeinträchtigungen so stark, dass sie selbst Angebote der JobCenter für Beschäftigungen im 2. Arbeitsmarkt nicht erfüllen können.

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Durchstarten statt abwarten. Wege in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse

Träger: Die Wille gGmbH Laufzeit: 01.09.2017 - 31.12.2019 Fördervolumen: 338.660,27 € Trafo

Das Projekt soll durch einen innovativen Ansatz einen nachhaltigen Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ermöglichen.
Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt werden durch die Vernetzung der Akteure im Bezirk nachhaltig abgebaut, so dass eine Veränderung der Situation und Begleitung des Wandels im Sinne von Changemanagement gewährleistet werden kann.
Die geringfügig Beschäftigten werden für ihre Situation sensibilisiert, erhalten Information zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der verschiedenen Beschäftigungsarten, neue/alternative Jobmöglichkeiten werden aufgezeigt. Es werden Argumente für die Umwandlung von Minijobs vorgestellt, um die mentalen Barrieren bei geringfügig Beschäftigten und Arbeitgeber*innen abzubauen.
Je nach Bedarf finden Workshops zu den Themen Zeit- und Selbstmanagement, Kommunikation, und Konfliktbewältigung statt, ebenso wie zur Stärkung der Selbstsicherheit und zur Vorbereitung auf die Arbeitserprobung oder auf die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
Die Erfassung und Auswertung von fachlichen und personalen Fähigkeiten erfolgt anhand von auf die Teilnehmenden ausgerichteten Instrumenten der Kompetenzfeststellung. Dabei wird die aktuelle berufliche und persönliche Situation berücksichtigt (Motivation, privater, sozialer, familiärer Hintergrund, evtl. Einschränkungen). Neben der Selbsteinschätzung wird auch die Fremdeinschätzung erhoben. Die Kompetenzerhebung findet für jede/n Teilnehmer*in zu Beginn und zum Ende des Projekts statt und ist ein wichtiges Element, um das Selbstbewusstsein und die Reflektionsfähigkeit zu steigern.
Ein wesentlicher Bestandteil der Projektarbeit beinhaltet die Feststellung des individuellen Handlungsbedarfs, Berufswegeplanung, Festlegung von Zielen, Möglichkeiten der Weiterqualifizierung, das Erstellen von Bewerbungsunterlagen sowie das Vorbereiten auf Vorstellungsgespräche.

Die Zielgruppe sind Menschen in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen. Viele von ihnen beziehen zusätzlich zum Gehalt Transferleistungen (Aufstocker*innen).  weitere Infos

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Kottifix

Träger: Fixpunkt e.V. Laufzeit:01.09.2017 - 31.08.2020 Fördervolumen: 336.995,35 €
Drogenabhängige bzw. -gefährdete mit Lebensmittelpunkt Friedrichshain-Kreuzberg, die sich im öffentlichen Raum aufhalten (z.B. Kottbusser Tor), sollen mit niedrigschwelliger, gemeinwesenbezogener Beschäftigung und Qualifizierung individuelle Entwicklungsperspektiven und Alternativen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum erhalten. Mit Beschäftigung und Qualifizierung sollen sie sich sowohl persönlich weiterentwickeln als auch einen Beitrag dazu leisten, negative Auswirkungen des öffentlichen „Szenelebens" zu reduzieren.
Das Projekt setzt niedrigschwellige Maßnahmen um. Diese erfüllen folgende Anforderungen:

  • Sie sind auf die (Wieder-)Erlangung von arbeitsrelevanten Grundkompetenzen und auf den Erwerb vorbereitender Qualifikationen ausgerichtet.
  • Der Arbeitsansatz ist durch eine sozialpädagogische Betreuung geprägt.
  • Kernbereiche des Projekts sind die Vermittlung und Festigung von arbeitsrelevanten Schlüsselqualifikationen sowie Elemente vorberuflicher Qualifizierung.
  • Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit innerhalb und mit den Suchthilfediensten und den Trägern des Netzwerks Sucht und Arbeit und im Gemeinwesen, um bei Bedarf flankierende Hilfen und nahtlose Übergänge sicherzustellen.
  • Eine Kompetenzbilanzierung erfolgt bei Eintritt in die Maßnahme. Zur Beendigung der Maßnahme wird eine Überprüfung des Kompetenzfortschritts durchgeführt.

Das Projekt hat eine Kapazität von durchschnittlich 8 - 10 Plätzen. Die Angebote und Maßnahmen orientieren sich an den Fähigkeiten der Teilnehmenden und den Bedarfen im Gemeinwesen. Zu den Tätigkeiten zählen die Aufklärung und Motivierung von Drogengebrauchenden zur adäquaten Entsorgung von Abfällen, insbesondere von Konsumutensilien, die sichere Entsorgung von potentiell infektiösen Konsumutensilien (Kanülen) und konsumbezogenen Abfällen, die Unterstützung der aufsuchenden Sozialarbeit bei der Gewährung lebenspraktischer Hilfen für verelendete Menschen, die sich am Kottbusser Tor aufhalten.

Zielgruppe: Langzeitarbeitslose (länger als ein Jahr), Teilnehmende mit Behinderungen
Bedarfe und Problemlagen der Zielgruppe: Sucht, teilweise psychiatrische Komorbidität, teilweise chronische HCV-/HIV-Infektion oder andere chronische Erkrankungen, Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen (z. B. Kottbusser Tor)

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